Um elf Uhr läutet mein Handy, das ich wie immer als Wecker benutze. Mein Austauschjahr Kanada beginnt schon jetzt. Auf dem Programm steht eine Woche Hockeycamp in Küssnacht am Rigi. Es werden alle Spieler, die mit SISEC die Saison bestreiten, anwesend sein. Von Letten, über Amerikaner, Kanadier, Österreicher, Deut-sche bis zu den Schweizern werden alle kommen. Natürlich bin ich beim Hinfahren nervös und die Neugier, wer die anderen sind ist gross. Zwei Spieler kenne ich schon von meinem Ex-Verein SC Lyss und ein paar die dieses SISEC-Jahr nochmals machen, da diese letztes Jahr über Neujahr in die Schweiz kamen. Da standen wir nun alle, einander musternd anschauend um heraus zu bekommen wer wohl ein guter Spieler sei. Und so begann unser Hockeycamp: Die schlecht Englischsprechenden wurden ins eiskalte Wasser geworfen. Da ich dank dem Gymnasium und meiner Interesse das Englisch recht gut beherrschte konnte ich von Anfang an mit den kommu-nizieren. Jedoch bekam ich dadurch den Job als Dolmetscher für das ganze Hockeycamp.
7.00 Uhr war Wake Up und darauf folgend der berühmte Wake Up run: Eine Runde Finnenbahn, dann Stret-ching und anschliessen Morgenessen. Das erste Training war meistens um 9.00 Uhr oder 10.00 Uhr mit darauf-folgendem Auslaufen (1 Runde Finnenbahn). Am Mittag gab es meistens kohlenhydrathaltiges Essen. Jeden Tag war auch unser geliebtes Off-Ice Conditioning, welches aus Kraft und Konditionsaufbau bestand. Wer dann noch fit war, was bei mir meistens der Fall war, sackte beim zweiten Eistraining des Tages nicht zusammen. Bettruhe war meistens gegen 10.30 Uhr und Lichterlöschen um 11.00 Uhr, obwohl am Anfang des Lagers noch viele Nachtaktiv waren. Dies legte sich mit der Zeit und mit den Trainings. Während dieser Woche hatten wir zudem noch drei Spiele die wir mit 2:2, 7:2 und 14:1 beendeten. Am Donnerstag war noch ein Team-Event angesagt, wo wir den Seilpark in Küssnacht am Rigi besuchten. Die meisten platzen fast vor Vorfreude, da sie noch nie in einem Seilpark waren. Schlussendlich sind alle heil von den Bäumen heruntergekommen. Am letzten Tag nahm noch jeder Schweizer Spieler einen Ausländer mit nach Hause, damit sie es einfacher haben am folgenden Don-nerstag nach Zürich zu gelangen. Ich traute meinen Augen fast nicht als ich sah, dass an jenem Morgen um 7.00 Uhr in Zürich am Flughafen Besammlung ist, was heissen soll wir müssen um ca. 4.00 Uhr aufstehen. :(
Donnerstag, 25. September 2008
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